Kind flüstert Frau was ins Ohr

Projekt Busbegleiter, als Ergänzung zu unseren Mobilitätsschulungen und zu unseren Busschulen

(vom 13.11.2019)

Seit 2017 bieten die Stadtwerke Pirmasens Verkehrs GmbH, in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverbund Rhein Neckar (VRN), ein Mobilitätstraining für Senioren und Menschen mit Handicap an, welches an mehreren Terminen im Jahr (und ggf. nach Bedarf) stattfindet. Ziel ist es, mehr Sicherheit bei der Benutzung von Bussen und Bahnen zu vermitteln. Mit theoretischen Tipps und praktischen Übungen gehen wir ohne Zeitdruck individuell auf die einzelnen Bedürfnisse der Teilnehmer ein.

Das neue Projekt „Busbegleiter“ soll dieses Angebot erweitern und vervollständigen, so dass unsere Fahrgäste auch während der Fahrt Hilfe und Unterstützung bekommen.

Nachdem solche Projekte wirtschaftlich kaum darstellbar sind, konnten wir in Zusammenarbeit mit der Jobbörse über das neue Teilhabechancengesetz die erforderlichen Mitarbeiter gewinnen.

Aus einer Vielzahl von vorgeschlagenen Bewerbern haben wir in Vorstellungsrunden unsere Auswahl getroffen. Drei Mitarbeiter konnten gewonnen werden, die zum 01. Oktober 2019 die Arbeit bei uns aufgenommen haben.

In Vorbereitung auf die neuen Aufgaben wurden die Busbegleiter nun in den letzten Wochen intern und extern in vielen Bereichen geschult.

  • Kenntnisse im Bereich unserer Linien (Fahrwege, Haltestellen, Fahrzeiten)
  • Ihre Kompetenzen als Busbegleiter (Tarif- und Beförderungsbedingungen)
  • VRN – Struktur und Aufgaben
  • Mobilitätsschulungen – Leitfaden für Mitarbeiter
  • Erste-Hilfe-Kurs
  • Workshop „Kinaestehtics“ (Bewegungskompetenz)
  • Deeskalationstraining (Schwerpunkt Kommunikationstechniken)

Ab dem 18. November 2019 werden die drei Busbegleiter nun gezielt die Arbeit aufnehmen. In unseren Linien- und Schulbussen sowie an stark frequentierten Bushaltestellen sollen sie für mehr Sicherheit und Ordnung sorgen. Sie sind Ansprechpartner für unsere Fahrgäste, sollen bei Bedarf Hilfe beim Ein- und Aussteigen anbieten, begleiten unsere Busse und geben Tipps für das Verhalten während der Fahrt.

Der Einsatz erfolgt zu Beginn des Projektes anhand uns bekannter Schwerpunkte, wie die Busse zur Tafel, Schulbusse und von älteren Menschen stark frequentierte Linien. Für die nahe Zukunft können wir uns vorstellen, dass diese Leistung mit einem gewissen zeitlichen Vorlauf auch angefragt werden kann. Z.B., dass ein mobilitätseingeschränkter Fahrgast uns seinen Fahrtwunsch mitteilt und wir sicherstellen, dass dieser gezielte Bus dann auch entsprechend begleitet wird.

Das Projekt Busbegleiter ist in einem ersten Schritt auf zwei Jahre ausgelegt und kann, je nach Erfolg - jedoch auch weiter abhängig von Fördermöglichkeiten im Rahmen des Teilhabechancengesetzes, auch verlängert werden.

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